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Arztempfehlung nicht entscheidend für Medikamentenwahl

04. Oktober, 2016

Patienten halten sich beim Kauf medizinischer Produkte nicht unbedingt an die Empfehlung ihres Arztes. Eine repräsentative Umfrage der Wirtschaftsberatungsgesellschaft PricewaterhouseCooper PwC ergab, dass viele Menschen Entscheidungshilfen suchen, bevor sie ein Medikament oder ein medizinisches Produkt wählen.


Recherche im Vorfeld beeinflusst Kaufentscheidung

Laut PwC gaben rund die Hälfte der Befragten an, sich beim Kauf medizinischer Produkte auf den Rat des Arztes zu verlassen. 32 Prozent nutzen Testberichte und Qualitätsberichte, um die richtige Wahl zu treffen. Weitere 27 Prozent vertrauen dem Rat von Freunden oder der Familie. Ein ähnliches Ergebnis ergab sich beim Kauf nicht-verschreibungsprflichtiger Medikamente. Hier gaben ein Viertel der Patienten an, sich auf die Beratung der Fachleute zu verlassen. 22 Prozent aller Befragten informieren sich im Vorfeld und entscheiden auf Basis ihrer Recherche, welches Produkt sie in der Apotheke verlangen. 46 Prozent informieren sich laut PwC vorher, lassen sich aber dennoch in der Apotheke beraten, bevor sie eine Entscheidung treffen.


70 Prozent bevorzugen Originalmedikamente

Laut PwC wählen viele Patienten Medikamente oder medizinische Geräte in der mittleren Preislage weil sie dabei vom besten Preis-Leistungs-Verhältnis ausgehen. Die Umfrage ergab, dass sich 58 Prozent der Patienten für diesen Weg entscheiden. Sehr gern greifen Patienten zu Originalmedikamenten und sind bereit, dafür etwas mehr zu zahlen. Der Anteil der Patienten, die es wichtig finden, ein verschreibungspflichtiges Originalmedikament zu verwenden, liegt bei 70 Prozent. Hier gibt es jedoch deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Bei den Männern wählt jeder vierte ein Generikum, bei den Frauen nur jede sechste. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei den Produktinformationen auf der Packung: Diese berücksichtigen 27 Prozent aller Frauen bei ihrer Kaufentscheidung, jedoch nur 17 Prozent der Männer.

In einer Pressemitteilung betont PwC-Experte Michael Burkhart, die Umfrage zeige, dass Patienten nicht ausschließlich auf den Rat von Ärzten oder Apothekern setzen, sondern eigene Kriterien festlegen, auf deren Basis sie die Produkte bewerten. Problematisch sei dabei, dass die Ansicht von Laien und Experten oftmals weit auseinanderlägen. Wichtig sei es daher, künftig einen Weg zu finden, die Qualität von Arzneien und medizinischen Geräten objektiv messbar zu machen.

 


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