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Krankenstand 2015 – deutliche Geschlechterunterschiede

21. März, 2016

Im vergangenen Jahr lag der Krankenstand bei Frauen um 14 Prozent höher als bei Männern. Das geht aus dem aktuellen DAK-Gesundheitsreport hervor. Allgemein erreichte der Krankenstand im Jahr 2015 seinen höchsten Stand seit 16 Jahren. Laut DAK ergeben sich die Unterschiede zwischen den Geschlechtern vor allem aus Schwangerschaftskomplikationen, die die Werte beeinflussten.


Herz-Kreislauferkrankungen und Depressionen führen zu Krankheitstagen

Insgesamt wertete die DAK den Krankenstand von 2,7 Millionen erwerbstätigen Versicherten aus. Zudem befragte das Forsa-Institut im Auftrag der DAK mehr als 5.000 Personen zwischen 18 und 65 Jahren. Demnach waren von 1.000 weibliche Arbeitnehmerinnen im Jahr 2015 täglich 44 krankgeschrieben. Bei den Männern ergab sich ein Wert von 39. Insgesamt gab es bei den Frauen 134,4 Krankheitsfälle pro 100 Versicherte, bei den Männern lag die Quote bei 115,8. Männer fehlen in der Regel vor allem wegen Herz-Kreislauferkrankungen, während Frauen mehr Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen haben. Zudem greifen Frauen häufiger zu Psychopharmaka als Männer. Im letzten Jahr nahm jede elfte Frau Antidepressiva, bei den Männern war es nur jeder zwanzigste. Krebserkrankungen treten bei den Geschlechtern gleich auf. Hier erkranken Frauen häufiger während des Erwerbslebens vor allem an Brustkrebs. Männer leiden unter Prostatakrebs, der jedoch in der Regel erst im höheren Alter auftritt.


Frauen gehen häufiger zum Arzt als Männer

Insgesamt gehen Frauen häufiger zum Arzt als Männer. Der Report zeigt, dass berufstätige Männer im Schnitt 4,2 Mal beim Arzt waren, Frauen suchten sieben Mal eine Arztpraxis auf. Dennoch gehen Frauen auch bei Krankheit häufiger zur Arbeit, weil sie denken, Kollegen oder Kunden könnten unter ihrem Fehlen leiden. Darüber hinaus lassen sich Frauen häufiger krankschreiben, wenn das Kind wegen Krankheit zu Hause bleiben muss. Im letzten Jahr betrug der Krankenstand insgesamt 4,1 Prozent. Die Analyse der DAK ergab, dass vor allem psychische Erkrankungen und Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems für den Anstieg verantwortlich waren.


Weiterentwicklung des betrieblichen Gesundheitsmanagements

DAK-Vorstand Herbert Rebscher betont in einer Pressemitteilung, die Ergebnisse des Reports könnten zu einer Weiterentwicklung des betrieblichen Gesundheitsmanagements beitragen. Wenn Erkrankungen mit individuellem Verhalten und Verhältnissen in Bezug gesetzt werden könnten, könnten gezielter präventive Maßnahmen umgesetzt werden. Darüber hinaus könnte eine effizienter Versorgung geschaffen werden.


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