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Leichter Anstieg der bestätigten Behandlungsfehler

23. Mai, 2016

Die Anzahl der bestätigten Behandlungsfehler ist im letzten Jahr leicht angestiegen. Das geht aus der Statistik des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung MDK hervor. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 14.828 Fälle begutachtet, bei denen bei 27,3 Prozent ein Behandlungsfehler nachgewiesen werden konnte.


Verpflichtende Meldung von Behandlungsfehlern sorgt für Transparenz

Nach Angaben des MDS, dem Medizinischen Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen, ist die Anzahl der Vorwürfe auf das Vorliegen eines Behandlungsfehlers seit Inkrafttreten des Patientenrechtegesetzes angestiegen. Während im Jahr 2014 noch 14.663 Fälle auf einen Behandlungsfehler überprüft wurden, waren es im vergangenen Jahr 14.828. Auch die Anzahl der nachgewiesenen Fehler hat sich von 3.796 auf 4.046 erhöht. In einer Pressemitteilung betont der stellvertretende Geschäftsführer des MDS Dr. Stefan Gronemeyer, in Deutschland sei die Sicherheitskultur noch unterentwickelt. Während in anderen Ländern Behandlungsfehler verpflichtend gemeldet werden müssten, könne man in Deutschland aufgrund einer intransparenten Datenlage nur wenig aus den Fehlern lernen. Er forderte einen offenen Umgang mit den Fehlern und gezielte Strategien, um künftig Fehler zu vermeiden. Sinnvoll sei daher die Diskussion über eine Meldepflicht von Behandlungsfehlern.


Vorwürfe stehen im Zusammenhang mit Operationen

Die meisten Vorwürde gibt es dem Gutachten der MDK zufolge bei Operationen. Demnach gab es 7.693 Vorwürfe, die in einem direkten Zusammenhab mit einer OP-Behandlung standen. Insgesamt bestätigten sich die Vorwürfe in jedem vierten Fall. Besonders betroffen waren laut Statistik orthopädische und unfallchirurgische Behandlungen. Laut MDK bezogen sich 32 Prozent aller Vorwürfe auf diese Fachgebiete. Die Innere Medizin und die Allgemeinmedizin kamen auf einen Anteil von 11 Prozent, die Zahnmedizin auf 9 Prozent. Vorwürfe im Zusammenhang mit der Frauenheilkunde gab es bei 7 Prozent der Fälle, Probleme bei der Pflege gab es bei 5 Prozent. Die Anzahl der Vorwürfe lässt jedoch keine Rückschlüsse auf die tatsächliche Anzahl der Behandlungsfehler zu.

Wichtig ist nach Ansicht des Medizinischen Dienstes vor allem die Vermeidung von Fehlern und die Auseinandersetzung mit den Schäden und den Ursachen. Die Fehler können nach Angaben der Experten auch durch Unterlassen entstehen, denn 51 Prozent der Fehler resultierten aus verspäteten oder nicht durchgeführten medizinischen Maßnahmen.


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