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Studie untersucht Chancen und Risiken von Gesundheits-Apps

02. Mai, 2016

Selftracking wird immer beliebter. Zahlreiche Verbraucher nutzen Wearables, Smartphones oder Fitness-Tracker um effizient zu trainieren und ihre Gesundheit zu fördern. In einer vom Bundesgesundheitsministerium geförderten Studie hat das Institut für medizinische Informatik PLRI Chancen und Risiken der Gesundheits-Apps untersucht.


Qualitäts- und Sicherheitsstandards für die Auswahl geeigneter Anwendungen

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe betonte bei Veröffentlichung der Studie, bei mehr als 100.000 verschiedenen Gesundheits-Apps sei es nicht einfach, gute und schlechte Angebote zu unterscheiden. Mit klaren Qualitäts- und Sicherheitsstandards könnte der wirkliche Nutzen erkennbar sein und so zu einer Unterstützung für die Patienten werden. Die Studie mit der Bezeichnung „CHARISMHA“ biete laut Gröhe eine wichtige Grundlage für den Dialog zwischen App-Entwicklern, Medizinern, Datenschützern und Krankenkasse.

Im Rahmen einer Marktanalyse hat die Studie ergeben, dass es derzeit kaum Angebote gibt, die einen diagnostischen oder therapeutischen Anspruch erfüllen. Es gibt zwar zahlreiche Apps für das Selbstmanagement des Patienten, Belege für den Erfolg dieser Anwendungen fehlen jedoch noch. Dennoch gibt es laut Studie Hinweise darauf, dass die Apps sich positiv auf die körperliche Aktivität der Nutzer auswirken. Damit Nutzer eine Orientierung bei der Auswahl geeigneter Apps erhalten, empfiehlt die Studie die Entwicklung entsprechender Leitlinien für Ärzte und Krankenkassen. Zudem muss überprüft werden, ob die Apps in die Regelversorgung der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen werden sollen.


Beim Datenschutz ist internationale Zusammenarbeit gefragt

Eine weitere Frage stellt sich im Hinblick auf die technologischen Möglichkeiten dieser Anwendungen. Hier kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass klare Richtlinien für die Transparenz, die Autonomie und die Kontrolle notwendig sind. Patienten, die die Anwendungen nicht verwenden, dürften keine Nachteile erleiden. Eine wichtige Rolle spielt der Datenschutz, der bei vielen Anwendungen den Ansprüchen nicht genügt. Hier fehlt es vor allem an Transparenz. Bei einer Speicherung der Daten im Ausland gilt das deutsche Datenschutzrecht nicht. Ratsam ist es daher, die Standards in diesem Bereich weiterzuentwickeln. Hier ist nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums vor allem internationale Zusammenarbeit gefragt, da die Medizin-Apps in der Regel international angeboten werden.


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